«sehr zu empfehlen an alle Menschen, die (noch) keinen Glauben an Gott gefunden haben»
anon.
, 28.08.2010
«William Paul Young wurde 1955 in Kanada geboren und verbrachte seine ersten sechs Lebensjahre gemeinsam mit seinen (Missionars)Eltern in der Gesellschaft der Eingeborenen von Papua-Neuguinea. Nun lebt er mit seiner Frau in Oregon (USA), hat mit dieser 6 Kinder großgezogen (16-29 Jahre alt) und 3 Enkelkinder.
Der Erfolg seines Buches ¿Die Hütte¿ kam wohl überraschend für ihn. Ohne Werbung, nur über Mundpropaganda wurde es 2008 eines der meistverkauften Bücher und kam auch auf die Bestenliste der New York Times.
Sowohl im Vorwort, als auch in den Nachbemerkungen wird auf die Lebensumstände des Autors eingegangen. Seine Kindheit dürfte demnach nicht einfach gewesen sein, Misshandlungen und Missbrauch werden erwähnt. Erst seine Frau Kim bringt Stabilität in sein Leben.
Sicherlich hat er sich dabei auch die Frage nach dem Sinn seines Lebens gestellt und die Frage nach einer Macht, die sein Schicksal in diese Bahnen gelenkt hat. Letztlich kommt man dann auf die Frage, wie man sich Gott vorstellen kann ¿ einem zentralen Thema des christlichen Glaubens.
¿Die Hütte¿ zeigt wie Mackenzie, dessen Tochter von einem Serienmörder entführt und höchstwahrscheinlich getötet wird, mit seinem Leid umgeht. Er vergräbt sich in Selbstzweifel, kann sich nicht vom Gedanken lösen selbst Mitschuld am Tod des Kindes zu haben. Es ist ein klassischer Kriminalroman, der sich im ersten Drittel da vor dem Leser ausbreitet und dann plötzlich in der Suche nach und ein Gespräch mit Gott endet. Gott nämlich lädt Mackenzie ein ihn zu besuchen. In der Hütte, in der die blutige Kleidung seines Kindes gefunden wurde soll das Treffen stattfinden. Er leiht sich den Wagen eines Freundes, weiht diesen, aber nicht seine Frau in seine Absicht ein, Gott zu finden und macht sich bei unwirtlichem Wetter auf den Weg.
Mackenzie (¿Mack¿) erhält, die für ihn gültige, Manifestation der Dreifaltigkeit Gottes in Form einer Kleinfamilie präsentiert. Gott ¿ will Papa genant werden ¿ ist eine Frau, Jesus ein Handwerker und der heilige Geist nennt sich Sarayu und verschwindet sofort nach seiner Vorstellung.
Das Gespräch mit dem weiblichen Gott verwirrt Mack zunächst und ob er sich im Verlauf der weiteren Auseinandersetzung mit seinem Gegenüber Antworten auf seine Fragen erhalten wird, bleibt zunächst offen. Im Verlauf des Wochenendes erhält er zahlreiche Antworten auf seine Fragen und beginnt Verständnis für sich, seine Situation und die seiner Familie zu erhalten.
W.P. Young schreibt flüssig und die Schilderung der Dreifaltigkeit ist so plastisch, dass ich mir die Personen rasch vorstellen kann. Seine Gedanken zum Glauben und zu Gott können zu eigenen Vorstellungen und Inspirationen dienen.
Interessant zu lesen ist, wie Mack auf die Spur seiner Götter kommt und die Hütte findet. Jeder Mensch hat letztlich aber seinen eigenen Zugang zur Religion und somit kann dieses Buch nur ein Weg von vielen sein, zur Erkenntnis (=Hütte) zu kommen.»
POR
, 08.06.2009